WAHLPROGRAMM

Queerpolitik & Frauen*

 

Nichts ist mir so wichtig, wie eine klare, offene und laute Position für queere- und Themen, die Frauen* betreffen. Denn entgegen der versteinerten Ansicht, dass diese Themen Randthemen seien, glaube ich, das eine Gesellschaft daran gemessen werden muss, wie sie mit Frauen* und queeren Personen umgeht. Dementsprechend gibt es nicht das Themengebiet „Frauen und Gedöns“, sondern „Queer- und Frauen*politik“! Unser gesellschaftlicher Wohlstand baut auf Vielseitigkeit und Kooperation auf, nicht auf Exklusion, Diskriminierung und struktureller Benachteiligung.

 

In diesem Sinne: Alle Macht der #Homolobby! Sie (m)arschiert in einem Zug, gekleidet in arschfreien Hochzeitskleidern, den Geist voll revolutionärer und aufwieglerischer Ideen von Freiheit, Liebe und Miteinander. Schlimmer als Jesus… Sie wissen schon, der Typ, der sein Safeword am (Andreas-)Kreuz vergaß? Ja, der Typ, der auch nie eine Freundin hatte! Das war Ihnen sicherlich auch schon mal ein Dorn im Auge – oder wenn es unbedingt sein muss – in der Krone!  Wenn das so weitergeht, werden demnächst wohl die Lesben die Baumärkte regieren, die Schwulen sogar die hässlichste Tapete verbannen und Kinder nur noch mit Spielzeug spielen, das weder blau noch pink ist! Können Sie sich das vorstellen? Was ein Grauen! 

 

In diesem Sinne fordere ich und möchte beim Erringen eines Mandates fördern:

 

  • Die altersgerechte Inklusion von geschlechtlicher Vielfalt in unseren Bildungsplänen. Somit sollen aktiv Vielfalt und Toleranz als Teil der Lebensrealität unserer Gesellschaft sichtbar gemacht und gefördert werden.

  • Die aktive Beseitigung von diskriminierenden Strukturen gegenüber queeren Personen im Alltag. Das inkludiert die Überprüfung von queerphoben Handlungsweisen von Ämtern und Behörden als auch eine klare Bekämpfung dieser Handlungsweisen in z.B. Polizeistrukturen. Besonders in der Polizei sollte mit Fachwissen, Schulungen und Workshops diesem Verhalten vorgebeugt werden.

  • Die Förderung und Stärkung von Mädchen* und Frauen* in ihren vielfältigen Rollen in unserer Gesellschaft. Das bedeutet unter anderm mehr Frauen* in der Politik und Entscheidungspositionen.

  • Die bessere Vereinbarkeit von Mutterschaft und Beruf, Familie und Berufsleben als auch der verbesserte Zugang zu reproduktiver Medizin.

  • Programme, die aktiv an Schulen und in an Erwachsene gerichtete Maßnahmen gegen den Sexismus in dieser Gesellschaft arbeiten.